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Über- und Untertitelung

2022-10-03

Gastbeitrag von Denise

2min Lesezeit

Über- und Untertitelung

Viele möchten Filme oder Serien in der Originalsprache schauen, verstehen jedoch diese nicht zu 100%. Dazu eignen sich Untertitel sehr. Zudem muss man sich eingestehen, dass an einer Oper die Lieder auch nicht immer sehr verständlich sind. Hierfür sind Übertitel die ideale Lösung. Die Übersetzer übernehmen auch diese Arbeit.

Übertitel

Bei den Übertitel handelt es sich um dasselbe wie bei den Untertiteln, nur stehen diese eben nicht unten, sondern über der Vorführung. Die Übertitel werden bei Opern- oder Theaterstücken verwendet. Nicht selten sind Übertitler selbst Musiker, doch für eine gute Übersetzung werden Übersetzer mit an Bord genommen. Die Übertitel haben andere Konventionen als Untertitel. Die Standzeit zum Beispiel ist in diesem Fall sehr lange, da es nicht immer einen effektiven Dialog gibt, sondern Lieder gesungen werden, die eine längere Standzeit erlauben. Bei den Über- und Untertiteln wird oft interlingual übersetzt, sprich in einer anderen Sprache.

Untertitel

Untertitel zu erstellen ist nicht so leicht wie man denkt. Es gibt verschiedene Konventionen, die eingehalten werden müssen. Mündlichkeitsmarker müssen beispielsweise komplett eliminiert werden, da es Platz und Zeit einnimmt, die schriftliche Sprache ohne den Mündlichkeitsmarker einfacher gelesen werden kann und diese durch Bild und Ton bereits verdeutlicht werden. Unter Mündlichkeitsmarker versteht man, grammatikalische Fehler, Wiederholungen, Verzögerungslauten etc.
Es kann nicht gleich schnell gelesen wie zugehört werden. Somit ist die Lesegeschwindigkeit sehr wichtig. Die gängigsten Lesegeschwindigkeiten sind 12 Charakter pro Sekunde (cps). Jeder Untertitel muss mindestens eine Sekunde stehen. Die Lesegeschwindigkeit sollte auch nicht zu langsam und möglichst gleichmässig sein.
Die Synchronität der Untertitel mit der Dialogspur ist ebenfalls sehr wichtig. Die Untertitel sollten immer dann eingeblendet werden, wenn gesprochen wird. Abweichungen bei der Anfangszeit können sehr störend sein, bei der Schlusszeit hingegen nicht.
Zu den weiteren wichtigen Aspekten gehört die Segmentierung. Dabei handelt es sich um die Aufteilung der Untertitel. Es gibt dazu zwei verschiedene Arten: Nach syntaktischen und semantischen Kriterien oder nach optischen Kriterien.
Hier ein Beispiel:

Syntaktisch:

Denise wollte einen Spaziergang machen,
Adriano hatte aber keine Lust.

Optisch:

Denise wollte einen Spaziergang
machen, Adriano hatte aber keine Lust.

Es dürfen nur eine oder zwei Zeilen verwendet werden, bei dem, in der Regel, 37-45 Zeichen pro Zeile stehen dürfen. Die Untertitel sollen zentriert oder linksbündig sein und sollten am unteren Bildrand stehen. Relevante visuelle-verbale Informationen sollten nach Möglichkeit auch untertitelt werden.


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